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Das FashionCamp Vienna 2017 zum Nachlesen

Oktober ist FashionCamp Zeit und so war ich auch heuer wieder auf der größten österreichischen Blog-Konferenz für Lifestyleblogger in Wien mit dabei.

Die interessantesten Vorträge und Learnings, zu den Themen Pinterest, Branding, Recht,… habe ich für dich zum Nachlesen in einen Artikel verpackt.

Die besten Vorträge und Impulse vom FashionCamp Vienna 2017 zum Nachlesen. #fcvie | miss-webdesign.at

How Pinteresting!

Eröffnet wurde das diesjährige FashionCamp Vienna von Anna Neumann, ihres Zeichens Community Marketing Managerin bei Pinterest.

Vorgestellt wurde Pinterest als visuelle Suchmaschine, die vor allem zur Ideenfindung und Planung genutzt wird, allen voran die Hochzeitsplanung.

Als Bloggerin profitierst du, indem du deinen Content teilst und langfristig Traffic generierst, da die Halbwertszeit von Pins bei 3,5 Monaten liegt.

Die wichtigsten Tipps im Umgang mit Pinterest fasst Anna Neumann folgendermaßen zusammen:

  1. Mach deine Inhalte pinnbar
  2. Pinne regelmäßig
  3. Erstelle ein Businessprofil
  4. Lerne aus deinen Statistiken
  5. Kennzeichne „Werbung“ in der Pin-Beschreibung

Eine weitere Empfehlung, die bereits in der Facebook-Gruppe der lieben Anne Häusler angesprochen wurde, nämlich 80% eigenen und nur 20% fremden Content zu pinnen, kann ich zwar nachvollziehen, finde ich aber trotzdem irgendwie schräg.

Leider überhaupt nicht angesprochen wurden die neu eingeführten Hashtags.

Dafür gab es einen kleinen Ausblick auf geplante Entwicklungen, wie die visuelle Suche, „Pinterest Lens“ und „Shop the look“.

Falls du gerade erst mit Pinterest anfängst oder noch mehr aus deinem Account herausholen möchtest, bekommst du von mir einen Blick hinter die Kulissen und ich verrate dir, wie ich meinen Traffic mit Pinterest in nur 4 Monaten um 464% gesteigert habe.

Self-Branding: How to build your brand

Wer bin ich als Marke? Wie finde ich meine Marke? Wer ist eigentlich meine Zielgruppe und was bitte ist eine Persona?

Alles Fragen, die Marion Vicenta Payr, besser bekannt als @ladyvenom, in ihrem Workshop unglaublich sympathisch und praxisnah behandelt hat.

Natürlich war das Thema „Branding“ nicht neu für mich, aber ich konnte den Workshop nutzen, um bisherige Entscheidungen zu hinterfragen und wertvolles Feedback einzuholen.

Auf dieser Basis werde ich meine Marke und meine Angebote weiter schärfen.

Recht für Blogger

Sobald du einen Blog oder eine Website online stellst, musst du dich mit den rechtlichen Rahmenbedingungen auseinandersetzen. Ein Thema, das nicht immer leicht zu durchschauen ist, wenn man nicht selbst Jus studiert hat.

Daher standen die beiden Anwälte Dr. Axel Anderl und Dr. Dominik Schelling von dorda.at Rede und Antwort, um die brennendsten Fragen zu beantworten.

Ein großes Thema war die Kennzeichnungspflicht, die immer gilt, sobald du Geld erhältst oder ein Produkt kostenlos zur Verfügung gestellt wird. Empfohlen wird die Kennzeichnung, durch die Begriffe „Werbung“ oder „Anzeige“, möglichst weit oben im Text deines Artikels oder als erster # in sozialen Netzwerken.

Auch die unrechtmäßige Nutzung von Bildern wurde intensiv diskutiert, die am besten durch eine Abmahnung bekämpft wird und du auch Anspruch auf ein entsprechendes Entgelt hast.

Abschließend gab es noch die Empfehlung, als Blogger ein Ankündigungsgewerbe anzumelden. Mehr Informationen und den Link zur Online Gewerbeanmeldung findest du auf help.gv.at.

Was mir allerdings gefehlt hat, waren die Basics, wie Informationen zum Impressum oder eine kurze Zusammenfassung zu häufigen Fehlern und wie du sie vermeidest.

Hier gibt es leider immer noch bei zu vielen, auch namhaften Blogs, dringenden Aufholbedarf.

Ethical Blogging

Der Vortrag, von Amina Stella Steiner, hat mich definitiv am meisten zum Nachdenken angeregt.

Getreu ihrem Motto „No matter what people tell you, words and ideas can change the world“ sprach Amina über Nachhaltigkeit und die Verantwortung deinen eigenen Lesern gegenüber.

Im diesem Zusammenhang hat sie einen persönlichen Kodex erstellt, aus dem ich ein paar Punkte herausgreifen möchte:

  • Sei und bleib du selbst
  • Steh zu deiner Individualität
  • Sei dir deiner Stimme und ihrer Kraft bewusst und nutze sie positiv

BeUnique: dream it – wish it- do it

Erfolgsstories, von Bloggerinnen, die ihre Leidenschaft zum Beruf gemacht haben, sind ein wesentlicher Bestandteil des FashionCamp Programms.

Diesmal auf der Bühne Karin Teigl von Constantly K, die ihre 45min unglaublich energiegeladen und ich-zentriert absolvierte. Mit derben Ausdrücken und kleinen Sticheleien gespickt, erzählte sie von ihren Reisen, Erfolgen und auf Nachfrage auch Schattenseiten.

Für mich persönlich war der Vortrag too much und nur die ersten paar Minuten amüsant. Aber ich bin auch nicht der Typ dafür, mein Leben und meine Seele für den schnellen Erfolg zu verkaufen.

Zeit zum Netzwerken

Ein ganz spannender Teil, solcher Events ist natürlich neue Bloggerinnen kennenzulernen. Und so habe ich mich riesig gefreut, neue Bekanntschaften zu machen und mich ganz wunderbar mit diesen Powerfrauen unterhalten:


Zusammenfassend muss ich sagen, es war ein netter Tag mit sehr netten Menschen.

Allerdings war für mich nichts wirklich Neues dabei, aber ich bin auch nicht direkt die Zielgruppe der Veranstaltung und auch die deutliche Preissteigerung der Tickets im Vergleich zum Vorjahr empfinde ich als ganz schön heftig.

Wie sind deine Erfahrungen mit Blog Konferenzen?

7 Kommentare

  1. ernsthaft? wenn ich zB über meine Entwicklung als (Hobb- nicht berufsmäßige) Künstlerin blogge, sollte ich ein Gewerbe anmelden?

    puh, das kann ich mir gerade schwer vorstellen, aber ich sehe auch die Hintergründe vielleicht nicht……

    1. Hallo Bettina,
      Entschuldige bitte, ich wollte nicht für Verwirrung sorgen.

      Diese Empfehlung richtet sich natürlich an BloggerInnen, die mit ihrem Blog auch Einnahmen generieren wollen, wie Gabi bereits vollkommen richtig geantwortet hat.

      Liebe Grüße,
      Daniela

  2. @Bettina: Nein, ich habe das so verstanden, dass Du ein Ankündigungsgewerbe anmelden solltest, wenn Du mit dem Blog Geld einnimmst. Also regelmäßig sponsored Posts, Einnahmen über affiliate links etc. Ich kenne einige solche Bloggerinnen, ich selbst betreibe aber einen reinen gratis Hobbyblog, da gibt es keine Veranlassung für ein Gewerbe.
    Zur Blog-Konferenz: So im großen Rahmen war ich noch auf keiner, und ich bin mir auch nicht sicher, wie ich mich im Rahmen von selbstdarstellenden Modebloggerinnen fühlen würde. Auf den Nähbloggerinnen-Treffen, auf denen ich bisher war, ging’s eher immer ums gemeinsame Hobby, fachsimpeln über Näh-Nerd-Themen), im kleinen Rahmen, die Frauen hinter den sozialen Netzwerken persönlich kennenlernen. Dafür liebe ich diese Treffen auch sehr. Aber ohne Anspruch auf Professionalität oder Tipps wie man seinen Umsatz steigern könnte. Das schreckt mich fast ein bisschen ab… lg, Gabi

    1. Hallo Gabi,
      Herzlichen Dank für deine rasche Antwort auf Bettinas Frage.

      Natürlich spielt bei so großen Konferenzen, noch dazu mit der Ausrichtung auf Fashion & Lifestyle auch der Faktor „sehen und gesehen werden“ eine Rolle, bei dem sich nicht automatisch jede wohlfühlt.

      Vielen Dank, dass du diesen Aspekt in die Diskussion einbringst.

      Liebe Grüße,
      Daniela

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