Behind the Scenes: Mein Weg zur Wunschkundin

„Du musst nicht jedem eine Freude machen, du bist kein Freudenmädchen“, so hat es mir vor über 20 Jahren meine Urgroßtante beigebracht. Sie war wirklich eine coole Frau.

Wie wertvoll dieser Satz ist, habe ich allerdings erst viele Jahre später erkannt und bin ihr noch heute unendlich dankbar.

Die Erkenntnis nicht Everybody’s Darling sein zu müssen, sondern sich auf die Menschen zu konzentrieren, mit denen ich wirklich arbeiten möchte, ist herrlich befreiend.

Und genau darum, über Zielgruppen, Wunschkunden und warum es gut ist Menschen in seinem Marketing auszuschließen, geht es in diesem sehr persönlichen Beitrag.

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Behind the Scenes: Wie ich meine Wunschkundin gefunden habe | miss-webdesign.at

Mein Irrtum: „Jeder braucht eine Website“

Als ich miss-webdesign.at gegründet habe, war mein erster Gedanke „Jeder braucht eine Website.“ Man möchte ja auch alles mitnehmen, vor allem am Anfang. Wenn ich heute daran zurückdenke, was soll ich sagen, kann ich nur schmunzeln.

Zum Glück habe ich bald erkannt, dass ich gar nicht mit jedem arbeiten möchte, sondern es mir ein besonders Anliegen ist Frauen auf ihrem Weg ins Online Business zu unterstützen. Hier sind ganz andere Emotionen im Spiel, da merkt man die Leidenschaft, das Feuer. Aber auch die vielen Selbstzweifel und Hürden, die ich gemeinsam mit meinen Kundinnen nehme.

Manuela, eine meiner Webdesign-Kundinnen, hat diesen Punkt in ihrem Feedback besonders hervorgehoben: „Bei Daniela bekommt man so viel mehr als nur eine Website. Ich war heilfroh über ihre emotionale Unterstützung, ihre Ruhe und unerschütterliche Zuversicht in der für mich unfassbar anstrengenden Zeit, des sich-selbstständig-Machens.“

Meine Zielgruppe, ein erster Schritt

Ich hatte mich damals grob auf Frauen zwischen 28 und 50 als meine Zielgruppe geeinigt. Und ganz ehrlich, heute möchte ich die Hände über dem Kopf zusammenschlagen. Denn, wenn man sich das ganz genau überlegt, trifft diese Aussage sowohl auf Kate Middleton, als auch auf Khloé Kardashian zu und die beiden sind vom Typ her ja meilenweit voneinander entfernt.

Ich musste mich also weiter spezifizieren und habe angefangen mich mit dem Thema Personas, oder wie ich sie lieber nenne Wunschkunden, zu beschäftigen. In meiner Definition ist ein Wunschkunde eine einzelne Person aus der eigenen Zielgruppe, eine Botschafterin, die man für sich selbst richtig greifbar, in allen Einzelheiten, beschreibt.

Das macht die ganze Thematik weniger abstrakt.

Meine Wunschkundin

Meine Wunschkundin heißt Maria, ist Anfang 40, verheiratet und hat zwei Kinder. Sie hat sich als Hochzeitsfotografin selbstständig gemacht und weiß, wie wichtig eine professionelle Website ist, um gefunden zu werden.

Allerdings hat sie Bauchschmerzen, wenn sie an das ganze technische Rundherum bei einer Website denkt. Nach dem wenig erfolgreichen Besuch eines Website-Workshops schiebt sie das Thema weiter vor sich her und fühlt sich blockiert.

Das ist jetzt nur die Kurzfassung, aber ich möchte diese Geschichte noch kurz auflösen. Maria gibt es wirklich und ich durfte sie bei der Erstellung ihrer Website unterstützen. Heute sagt sie, dass ihre Auftragslage durch unsere Zusammenarbeit eine ganz neue, positive Dynamik bekommen hat. Das Ergebnis: Maria ist gut etabliert und auf Monate im Voraus ausgebucht. Etwas, worauf ich sehr stolz bin, da ich dazu meinen Beitrag leisten durfte.

Vorteil eines klaren Wunschkundenprofils

Wenn du ein klares Bild von deiner Wunschkundin hast, werden dir alle Business-Entscheidungen leichter fallen. Das beginnt bei der Auswahl passender Farben für deine Website, über die Themen für deinen Blog und die Erstellung deiner Angebote, bis hin zur Preisfindung.

Du kannst jedes Angebot auf deine ganz persönliche „Maria“ maßschneidern, weil du ihre Probleme kennst, weißt was sie schon alles ausprobiert hat und welche Form der Unterstützung sie sich wünscht.

Ich habe Maria auch immer vor Augen, wenn ich Blogartikel oder Texte für meine Website schreibe. Das macht es für mich leichter, die richtigen Worte zu finden.

Wie du deine Wunschkundin findest

In meinem Fall ist Maria einer ehemaligen Kundin von mir sehr, sehr ähnlich, auch wenn sie sich jedes Jahr ein Stückchen mit mir weiterentwickelt. Du und dein Business, ihr wachst mit jeder Erfahrung und deswegen macht es Sinn, auch dein Wunschkundenprofil regelmäßig zu überarbeiten.

In einer anderen Variante, falls du noch keine Erfahrungen mit Kunden hast, kann deine Wunschkundin eine frühere Version von dir selbst sein. Auch diese Erfahrung habe ich in „Maria“ einfließen lassen. Ich kann mich nur zu gut daran erinnern, wie sehr ich mich geärgert habe, dass viele WordPress Anleitungen unfassbar kompliziert geschrieben sind. Meine Wunschkundin ärgert das auch und deswegen habe ich es mir zur Aufgabe gemacht, mein Wissen in meinen Blogartikeln auf leicht verständliche Art weiterzugeben.

Heißt das jetzt, dass du nur noch mit diesen Menschen arbeiten darfst?

Nein, natürlich nicht. Stell dir vor, ich arbeite sehr gerne mit Männern, obwohl ich in meiner Kommunikation immer von meiner Wunschkundin spreche. Und die Zusammenarbeit verläuft immer sehr angenehm, weil die Männer, die mich anfragen meine Werte teilen und meine Expertise schätzen. Da stimmt einfach die Chemie und nur darum geht es.

Der große Vorteil ist, dass du für dich selbst mehr Klarheit hast und es deinen Wunschkunden durch die gezielte Ansprache leichter machst, dich zu finden.

Was du jetzt tun kannst

Deine Wunschkunden Definition ist die Basis für jede Entscheidung in deinem Online Business.

Nimm dir Stift und Papier und notier dir am besten jetzt gleich deine Gedanken. Starte damit deine Wunschkundin zu skizzieren. Nimm diesen Zettel in den nächsten Tagen immer wieder zur Hand, um Details zu ergänzen.

Und melde dich für meinen Newsletter an, wenn du mit weniger Stress bessere Ergebnisse in deinem Online Business erzielen möchtest.

Wie siehst du das? Hast du einen klar definierten Wunschkunden?

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