13 fatale SEO Fehler und wie du sie vermeidest

„Herrje, na hoffentlich hab ich nicht selbst all diese SEO Fehler auf meiner Website gemacht“, denkst du dir vielleicht gerade mit einem leichten Kribbeln im Bauch.

Und ja, das ist durchaus ein Gefühl, das ich mit dieser reißerischen Überschrift erzeugen wollte. Aber nur, damit dieser wichtige Artikel die notwendige Aufmerksamkeit bekommt.

Ich hoffe du verzeihst mir diesen kleinen Trick.

Denn eigentlich geht es mir garnicht darum, dir Angst zu machen.

Ganz im Gegenteil, ich möchte dir zeigen, welche Fehler sehr oft bei der Suchmaschinenoptimierung passieren und wie du sie korrigieren kannst.

13 fatale SEO Fehler, die dich dein Google Ranking kosten, und wie du sie vermeidest | miss-webdesign.at

1. Du beschäftigst dich nicht mit SEO

Wenn du noch ganz am Anfang stehst und deine Website gerade eben gelauncht hast, kann ich das verstehen.

In dieser aufregenden Zeit kommen viele Gefühle zusammen, die schier überwältigend sein können und du hast vielleicht gerade keine Lust dich jetzt auch noch mit Suchmaschinenoptimierung zu beschäftigen.

Gönn dir also eine kleine Auszeit, das hast du dir verdient.

Damit die Welt und deine Wunschkunden nun aber von deiner Website und deinem Angebot erfahren, musst du dich mit SEO beschäftigen. Einen guten Einstieg bietet dir meine Artikelsammlung WordPress SEO.

2. Suchmaschinen dürfen deine Website nicht indexieren

An dieser Stelle muss ich mich outen, dieser Fehler ist mir vor ein paar Jahren mal passiert und es war zum Haare raufen, bis ich das Problem endlich erkannt habe. (Im Anschluss war es mir ein bisschen peinlich, ich geb’s ja zu…)

Unter „Einstellungen > Lesen“ kannst du Suchmaschinen davon abhalten, deine Website zu indexieren. Diese Einstellung nutze ich sehr gerne, solange sich eine Website noch im Aufbau befindet.

Wenn du in Google gefunden werden möchtest, ist diese Einstellung allerdings kontraproduktiv. Kontrolliere also, ob dieses Häkchen eh nicht gesetzt ist.

3. Deine Website ist nicht sicher

Die sichere Übertragung von Daten ist für deine Besucher und Google ein wichtiger Punkt. Deswegen finde ich es gut, dass immer mehr Browser Websites ohne SSL-Zertifikat als unsicher kennzeichnen.

Falls du also noch immer ohne SSL-Zertifikat auf http unterwegs bist, solltest du dir dringend ein wenig Zeit nehmen, um das zu korrigieren.

Wie das geht, erkläre ich dir Schritt für Schritt in meiner Anleitung „WordPress auf HTTPS umstellen“.

4. Deine Website ist nicht mobil-optimiert

Wenn du ein aktuelles WordPress Theme nutzt, wovon ich ausgehe, solltest du diesen Punkt überspringen können. Der Vollständigkeit halber, möchte ich trotzdem kurz ein paar Worte darüber verlieren.

Die mobile Nutzung hat in den letzten Jahren stark zugenommen und ist auch als Rankingfaktor in Google verankert. Deswegen sollte deine Website nicht nur am Desktop, sondern auch am Smartphone korrekt dargestellt und einfach zu bedienen sein.

Wie gut deine Website in diesem Punkt abschneidet, kannst du über die Google Search Console analysieren.

5. Deine Website lädt ewig

Es gibt wohl nichts langweiligeres als langsame Websites, schließlich sind wir mittlerweile alle vom schnellen Internet verwöhnt und entsprechend ungeduldig. Langsame Websites führen unweigerlich zu hohen Absprungraten und werden von Google schlechter bewertet.

Ladezeitoptimierung ist also Pflicht und es gibt ausgezeichnete Tools, die dich dabei unterstützen:

  1. Teste die aktuelle Ladezeit deiner Website mit Pingdom und setze die Empfehlungen um.
  2. Nutze ein Caching Plugin, zum Beispiel Borlabs Cache. (Affiliate-Link)

6. Du nutzt kein SEO Plugin

Zugegeben, darüber könnten wir diskutieren, vor allem da ich kein Fan davon bin für jede Kleinigkeit ein eigenes Plugin zu installieren.

Ein SEO Plugin gehört für mich aber ganz klar zu den Must-Haves, weil es mir viele Dinge abnimmt und mich bei der richtigen Platzierung meiner Keywords unterstützt.

Mein Lieblingsplugin ist ganz klar Yoast SEO, das auch für Anfänger leicht verständlich und in der kostenlosen Variante vollkommen ausreichend ist.

7. Du weißt nicht, wonach deine Wunschkunden suchen

Ein ganz wichtiger Punkt, wenn es um die Keyword Recherche geht. Denn in erster Linie solltest du deine Texte auf Wörter und Phrasen optimieren, die deine Zielgruppe tatsächlich nutzt.

Es macht also keinen Sinn, deine ganze Kraft in der Optimierung deiner Inhalte auf das Keyword „Leuchtmittel“ zu konzentrieren, wenn deine Zielgruppe das Wording „Glühbirne“ nutzt. Genauso wirst du außerhalb Österreichs mit dem Keyword „Topfengolatsche“ nicht weit kommen.

(Falls du nicht weißt, was eine Topfengolatsche ist, darfst du gerne raten und deinen Tipp in den Kommentaren abgeben.)

Wie findest du nun also heraus, wonach deine Zielgruppe sucht?

Frag einfach nach, wenn sich die Gelegenheit bietet, oder durchforste Emails deiner Leser und passende Facebook-Gruppen.

8. Du setzt auf die falschen Keywords

Das Wissen, wonach deine Wunschkunden suchen ist bereits sehr viel wert. Trotzdem gibt es hier noch zwei weitere Stolpersteine zu beachten.

  1. Zu deinem Keyword gibt es kaum Suchanfragen
  2. Die Konkurrenz zu deinem Keyword ist übermächtig

Damit dir das nicht passiert kannst du die Chancen verschiedener Keywords mit dem praktischen Tool Ubersuggest bewerten und dann entscheiden, welches du für deinen nächsten Artikel nutzt.

9. Du produzierst keinen hochwertigen Content

„Content is king!“ hat Bill Gates 1996(!) gesagt und egal, wie abgedroschen diese Phrase mittlerweile ist, sie gilt immer noch.

Hochwertige Inhalte sind nach wie vor ein wichtiger Rankingfaktor für Google und der Grundstein für den Aufbau einer treuen Community rund um deinen Blog.

Nimm dir ausreichend Zeit, für Planung, Recherche und Erstellung deiner nächsten Inhalte. Denk vielleicht sogar darüber nach, weniger oft zu bloggen, wenn du dadurch deine Qualität steigern kannst.

Brauchst du mehr Argumente? Hier habe ich 6 weitere Gründe, warum du hochwertige Inhalte schreiben musst für dich.

10. Du lädst deine Besucher nicht ein, auf deiner Website zu bleiben

Besucher auf deiner Website zu begrüßen ist schön. Noch schöner ist es allerdings, wenn diese Besucher ein Weilchen bleiben, statt deine Website gleich wieder zu verlassen.

Überlass deine Besucher nicht ihrem Schicksal, sondern sorge aktiv dafür, dass sie noch mehr interessanten Inhalt auf deiner Website finden, indem du zu anderen interessanten Artikeln deines Blogs oder zu deinen Angeboten verlinkst.

11. Du optimierst deine Bilder nicht

Wenn du an Suchmaschinenoptimierung denkst, denkst du wahrscheinlich vor allem an deine Texte.

Wenn du dabei allerdings auf deine Bildervergisst, verschenkst du wertvolles Optimierungspotential.

Achte darauf die Dateigröße deiner Bilder zu optimieren und nutze sowohl den Dateinamen und den Alternativtext, um dein Keyword unterzubringen.

Konkrete Tipps, für den Umgang mit Bildern, gebe ich dir in meinem Artikel „Bilder im Web“.

12. Du versuchst zu schummeln

Ich gehe natürlich nicht davon aus, dass du schummelst, trotzdem ist das ein heikles Thema und dir vielleicht gar nicht bewusst.

Lass also unbedingt die Finger von Tricks, wie weißer Text auf weißem Hintergrund, um noch schnell ein paar Keywords unterzubringen.

Auch der Kauf von Backlinks, im großen Stil, gehört in diese Kategorie und ist ein absolutes No-Go.

Google hat in den letzten Jahren nämlich sehr viel dazugelernt und seinen Algorithmus durch diverse Updates immer weiter verbessert. Vielleicht wirst du nicht gleich erwischt, aber irgendwann trifft es dich und dann fliegst du im schlimmsten Fall komplett aus dem Google Index.

13. Dein Wunschkunde steht nicht im Zentrum deiner Bemühungen

Trotz aller Bemühungen kannst du es natürlich auch übertreiben und Inhalte sogar verschlimmbessern, wenn du dich nur noch nach Google ausrichtest.

Dann hast du nämlich dein wichtigstes Ziel aus den Augen verloren und das sollte ja wohl die Zufriedenheit deines Wunschkunden sein, oder?

Schlussendlich, wenn du Suchmaschinenoptimierung auf das Wesentliche komprimierst, bleibt eine wichtige Erkenntnis über:

Ist dein Leser zufrieden, ist es Google auch.

Mit diesem Satz möchte ich meinen Artikel auch abschließen, denn so einfach kann SEO sein.

Wie siehst du das? Schreib‘ einen Kommentar, ich bin gespannt auf deine Meinung.


Lies weiter:

Wie Google funktioniert und was du daraus für die Suchmaschinenoptimierung deiner Website lernen kannst | miss-webdesign.at
SEO Begriffe verständlich erklärt | miss-webdesign.at

8 Kommentare

  1. Hallo Daniela,
    vielen Dank vorweg für den tollen Input. Ich befasse mich beruflich selbst mit Websites bzw. mit unseren Firmenwebsites und habe kürzlich einen eigenen Blog gegründet. Somit bin ich kein blutiger Anfänger, das Tool Ubersuggest war mir trotzdem neu. Vielen Dank für diesen Tipp. Werde in Zukunft öfters darauf zurückgreifen.

  2. Danke, liebe Daniela. Ich möchte endlich mal sagen, warum ich deine Blogs so gerne lese. Du schreibst aus dem Herzen, mit liebevollen Worten, das ist so schön! Vielen Dank dafür.
    Auch hier waren wieder ein paar tolle Tipps dabei. Den Fehler, den ich leider gemacht habe, die Bilder sind gewiss nicht optimiert u oft habe ich die Datei Größe viel zu groß gewählt, weil ich dachte, dann ist die Qualität besser. Ich werde mir gleich auch noch deinen Artikel zu den Bildern im Web anschauen. Ubersuggest ist ein toller Tipp, das muss ich unbedingt beim nächsten Blog ausprobieren. Übrigens, ich bin auch so eine, weniger ist mehr. Danke dir 🙏💖.

  3. Hallo Daniela,

    mir geht’s wie Petra und Melanie: ich bin längst kein SEO-Neuling mehr, aber Ubersuggest ist mal eine richtig tolle Empfehlung – danke dafür!
    Ich nutze gerne noch „Answerthepublic“; Ubersuggest gefällt mir aber fast besser.

    Dein Schlusssatz trifft es auf den Punkt. Manchen Web-Texten merkt man oft auch direkt an, dass sie rein um Keywords herum verfasst wurden und total holprig/steif klingen, anstatt dass die Keywords passend in den Text eingebaut wurden.
    Am Ende ist es wie bei allen (Onlinemarketing)-Schritten: Der Wunschkunde sollte immer im Fokus stehen. Muss man sich nur bewusst machen. 🙂

    Liebe Grüße,
    Chrissi

    PS: Wenn es das ist, was ich glaube, dann sagt man bei uns in Oberbayern zur Topfengolatsche „Topfentascherl“ oder zu deutsch „Quarktasche“. Hab ich recht? 😀

    1. Hallo Chrissi,
      Wie schön, dass sogar für dich noch etwas Neues dabei war. Wobei ich finde, dass es keine Entscheidung zwischen Answerthepublic und Ubersuggest sein muss, sondern beide Tools ihre Stärken haben und super für die Keyword Recherche sind.

      Und ja, du hast Recht mit deinem Topfentascherl, auch ein sehr schönes Wort übrigens. 😉

      Ganz liebe Grüße,
      Daniela

  4. Toller Artikel! Ich habe mich zwar seit meinem Wechsel von Blogger zu WordPress schon etwas mit SEO beschäftigt, aber das ist sicherlich noch verbesserungsfähig.

    Besonders die Links gefallen mir und ich werde mich in den nächsten Tagen wohl mal mit den Vorschlägen zur Webseiten-Geschwindigkeits-Verbesserung und Ubersuggest beschäftigen.

    LG Catrin

  5. Hallo Daniela,
    schöner und ausführlicher Artikel.
    Ich habe durch deine Aufzählungen gemerkt das es bei mir noch an ein paar Punkten hakt. Es gibt SEO Technisch einfach so viel zu beachten das man schnell den Durchblick verliert. Darum schätze ich deine Artikel sehr. Sie sind sehr gut verständlich und umsetzbar geschrieben. Da ich noch relativ am Anfang bin und mich in vielen Bereichen noch nicht so gut auskenne, bin ich froh das es so tolle Seiten gibt wie deine.

    Grüße

  6. Hallo Daniela,

    Schöner Artikel! Ich mag, wie du die einzelnen Themen knackig auf den Punkt bringst, ohne großartige Umschweife 🙂 Und ich finde den umgekehrten bzw. negativen Ansatz immer ganz spannend. Im Gegensatz zu den üblichen „Tu dies und das und jenes“-Artikeln 😉 Weiter so!

    Liebe Grüße
    Laura

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